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28.08.14 - 01.09.14 Para-cycling Road World Championship
Ab sofort heißt es: „Volle Konzentration auf die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro“
In Amerika hat Thomas Frühwirth schon vor zwei Monaten beim „Race Across America“ als ein Teil des UltraHandbikeDuos ein großes Abenteuer erlebt, nun steht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein weiteres sportliches Highlight bevor: die UCI Para- Cycling-Weltmeisterschaft in Greenville (South Carolina). Ab 27. August steht der Steirer mit seinem Handbike an der Startlinie und wird im Zeitfahren und im Straßenrennen teilnehmen – und hat dabei durchaus große Erwartungen in sich selbst:
„Das Ziel ist eine Medaille, auch wenn der sehr verwinkelte Kurs mit den vielen Kurven und Wenden meinem Handbike nicht wirklich entgegenkommt. Eigentlich wollte ich mich heuer in den Top 10 des Handbike-Weltcups etablieren. Aber dann belegte ich im Weltcup im Zeitfahren einmal Platz 3 und einmal holte ich den Sieg. Das waren die Beweise, dass ich den Sprung an die Spitze schneller geschafft habe als ich es erwarten konnte. Daher nehme ich mir für die WM auch einen Platz auf dem Podest als großes Ziel vor. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben!“
Die Rennen in Greenville werden an folgenden Tagen ausgetragen: Am Samstag, 30. August erfolgt das Zeitfahren über 16,6 Kilometer, das Straßenrennen über 66 Kilometer bestreitet Frühwirth am Montag darauf (1. September).
Dass sich die Erfolge im Weltcup schneller als geplant einstellten, ist für Frühwirth selbstverständlich ein großer Motivationsschub für die Zukunft. Diese sieht ein bedeutendes Sportereignis vor: die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. Dort will er im Handbiken und im Para-Triathlon an den Start gehen.
„Ich habe mich ja lange gegen die Paralympics gewehrt und mich im Triathlon auf Langdistanzen ausgelebt. Aber ich bin nun der beste Langdistanz-Triathlet der Welt und mir geht etwas die Konkurrenz aus. Ich habe keine Lust, die nächsten zehn Jahre den Ironman Hawaii zu gewinnen, wenn das Starterfeld fehlt. Auch im Handbiken zähle ich bei Langdistanzen zumindest zu den Besten. Und die Konkurrenten, die auf langen Distanzen gut sind, geben auch im Handbike-Weltcup meistens den Ton an. Deswegen brauche ich einfach neue Ziele und Herausforderungen! Und da ich nun gesehen habe, wie hoch das Niveau im Handbike-Weltcup tatsächlich ist, möchte ich mich dieser Aufgabe stellen und die Herausforderungen annehmen.“
Die Qualifikation für die Paralympics in Rio will der 33-Jährige über den Weltcup schaffen, letztendlich entscheidet aber natürlich das Österreichische Paralympische Komitee, ob er für die Spiele in zwei Jahren entsandt wird:
„Die letzten Weltcupergebnisse hätten für eine Qualifikation auf jeden Fall schon sehr gut gepasst. Aber klarerweise liegt es in erster Linie an mir, die entsprechenden Leistungen zu zeigen.“
Was das Training betrifft, wird Frühwirth seinen Plan in Richtung Rio de Janeiro natürlich umstellen. In Zukunft werden viel mehr harte Intervall-Einheiten absolviert werden. Und auch in Sachen Material wird es Änderungen geben:
„Ich werde bis Rio versuchen, auch materialtechnisch nachzulegen. Ideen haben wir genug, nur die Manpower ist ein kleines Problem, da mein Carbon-Bauer sozusagen nur ein Nebenjob-Technik-Freak ist. Aber wir werden schon etwas auf die Beine stellen, denn ohne Top-Material werde ich in Rio wohl nur um die goldene Ananas fahren.“
Heri Hahn
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