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6.Karstadt Marathon Oberhausen - Essen
Hartmut Petersen
"Tour de Ruhr der Handbiker", die anspruchsvolle Strecke durch das Ruhrgebiet

17.Mai 2009 - Von zwei Seiten aus Richtung Oberhausen und Dortmund kommend, wurden die Teilnehmer des 6. Karstadt-Marathon 2009 auf die 42,195 Km Marathonstrecke in Richtung Essen geschickt. In Gelsenkirchen trafen die in Oberhausen gestarteten Marathonläufer, Inliner, Handbiker auf die in Dortmund gestarteten Marathonläufer und absolvieren die zweite Hälfte der Strecke zusammen mit den Halbmarathonläufer, Walker/ Nordic Walker, die in Gelsenkirchen gestartet waren, bis in den Zielbereich am Limbecker Platz im Zentrum von Essen.

Zu dieser jährlichen Großveranstaltung im Zentrum des Ruhrgebiets hatten sich am vergangenen Sonntag auch insgesamt 14 Handbiker zum 6. Karstadt Marathon von Oberhausen nach Essen angemeldet. Zu dieser Rennveranstaltung durch das Ruhrgebiet waren neben den Liegebikern auch Sitz- und Kniebiker mit und ohne Behinderung zugelassen. Neben Monique van der Vorst (Top End Invacare), die diesmal mit ihrem Kniebike dabei war, waren auch die Kniebiker Roel Bruijn (Double Performance) und Chris Peterson (Top End/ Invacare) aus den Niederlanden am Sonntag angereist. Die Chancengleichheit unter den Rennbikern, wie es eben neuerdings die UCI bei Para Cycling vorgibt bzw. die Rennen um die Handbike Citymarathon Trophy seit diesem Jahr vorsieht, war hierdurch nicht mehr gegeben. Neben einer 50-minütigen Startverzögerung in Oberhausen schlug das Wetter den Handbikern zusätzlich Kapriolen. Obwohl die Streckenfreigabe noch nicht vorlag, wurden die Teilnehmer, hierzu gehörten auch die Handbiker, pünktlich im und an den Startbereich in Oberhausen geführt. Die Handbiker in ihren Rennbikes sitzend, mussten bei einer Außentemperatur von 13° und anhaltendem Regen ungeschützt in dieser Position 50 Minuten ausharren bis dann endlich das Startzeichen zum 6. Karstadt Marathon 2009 in Oberhausen am Olga Park gegeben wurde. Nicht nur die Nässe sondern auch die Kälte machte den Handbikern nicht nur vor sondern auch während des Rennens zu schaffen. Durch das andauernde Regenwasser vom Himmel, vom eigenen Vorderrad und das von den Hinterrädern des vorfahrenden Handbikes wurde nicht nur das Sehen durch die Brille sondern auch das Befahren der Rennstrecke zum Abenteuer. Die Marathonstrecke führte die Handbiker durch die Innenstädte von Bottrop und Gladbeck, weiter über Gelsenkirchen an der Arena auf Schalke und Zeche Zollverein vorbei zum Ziel, auf dem Limbecker Platz in der Essener Innenstadt. Trotz anhaltendem Regen verweilten viele Zuschauer an der Marathonstrecke und sorgten mit ihrem Applaus und Anfeuerungsrufe für weitere Motivation. Diese Unterstützung benötigten u.a. die Handbiker für die letzten Kilometer der zweiten Hälfte, denn sie mussten beim Anstieg nach Essen einige Höhenmeter überwinden. Was zum Ende nochmals bei jedem Handbiker letzte Arm- und Muskelkraft forderte.

Der Liegebiker Linus Jungnitsch (SuS Scheidingen) konnte trotz Sturz und der Youngster der Liegebiker Daniel Petersen (VfR Büttgen) trotz Kontakt mit einem Randstein und mit einem Ausflug in die Gleisanlage der Straßenbahn, wobei ihm Streckenpersonal aus dieser Situation befreiten, den Marathon in einer akzeptablen Zeit von 01:40:19 Stunden zu Ende fahren.

Jeder der teilnehmenden Handbiker hat am Sonntag in Essen bewiesen, dass er nicht zu den „Schönwetterfahrern“ gehört. Am Ende wie zu erwarten, belegten die Kniebiker die ersten Plätze, bei den Frauen war es Monique van der Vorst (Top End Invacare) in einer Zeit von 01:12:01 Stunden vor Lily Anggreny (RSV Bochum/ TV Wattenscheid) und bei den Männern die Kniebiker Roel Bruijn (Double Performance) in einer Zeit von 01:11:58 Stunden vor Chris Peterson (Top End Invacare) und Platz 3 für den Liegebiker Uli Freitag (TV Kleinwiedenest) in einer Zeit von 01:27:55 Stunden.