Presseinformation Dr. Ralf Lindschulten - Para-cyling Road World Cup - Segovia 2011

Heike Werner

Vico Merklein belegt beim World Cup zweiten und dritten Platz

Das Pfingstwochenende stand ganz im Zeichen des Paracycling Road World Cup im spanischen Segovia. Vico Merklein wurde im Einzelzeitfahren der Startklasse H3 über 21 Kilometer nach 30:16.25 Minuten Zweiter hinter dem Franzosen Joel Jeannot (29:40.22 Minuten). Auf dem schnellem Kurs fuhr Bernd Jeffré in einer Zeit von 31:39.31 Minuten auf den sechsten Rang.

Im Straßenrennen über 60 Kilometer mussten die beiden Deutschen wiederum dem Franzosen Jeannot, aber auch dem Polen Arkadiusz Skrzypinski den Vortritt lassen, die zeitgleich nach 1:39:06 Stunde über die Ziellinie fuhren. Merklein und Jeffré erreichten nach 1:39:14 Stunde und 1:41:47 Stunde die Plätze drei und sechs.

Das Finish: dramatisch. Nachdem der bis dahin Führende Vico Merklein in der letzten Runde vor dem abschließenden Anstieg zum Ziel mit der Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern in die letzte Kurve eingefahren war, sprang ihm die Kette ab. Jeannot, Skrzypinski und der spätere Vierte Elmar Sternath aus Österreich konnten ihn infolgedessen passieren. Dennoch schaffte Merklein es, 120 Meter vor dem Ziel auf die Führenden aufzuschließen. Der lange Zwischensprint kostete ihn jedoch wertvolle Energie, so dass es ihm am Ende nicht mehr gelang, den beiden späteren Siegern Paroli zu bieten.

Bernd Jeffré zeigte sich mit seiner Leistung aus beiden Rennen enttäuscht über den großen Abstand. Die letzten beiden Runden musste er allein absolvieren und hatte keine Chance mehr, an die Führungsgruppe heranzufahren. „Ich war einfach platt. Nach den vielen Rennen und Reisen konnte ich am Ende meine Leistung nicht mehr abrufen“, bedauerte er.

„Ich bin besonders mit Vicos Leistung sehr zufrieden, schon weil der Franzose zurzeit einfach schwer zu schlagen ist“, sagte Trainer Ralf Lindschulten. „Er bringt sehr viel Erfahrung mit und ist unglaublich gut trainiert.“ Von Bernd Jeffrés Rückstand zeigte der Coach sich indes überrascht. In den verbleibenden Rennen bis zur Weltmeisterschaft in Roskilde, Dänemark gilt es nun, den Abstand nach und nach zu verringern. „Wenn die beiden Weltmeister werden wollen, müssen sie Joel schlagen.“