Presseinformation: Otto Bock Team in Rosenau 2011

Mirco Vaupel

Fotofinish im EHC Rennen Frankreich

Weniger Zentimeter entscheiden den Sieg

Fotofinish in Rosenau
Torsten Purschke vom Otto Bock Team war der schnellste im Sprint

23. April 2011 - Bei Temperaturen an die 30° Celsius war das Wetter im französischen Rosenau bereits am Osterwochenende sehr sommerlich. Am Karsamstag trafen sich eine Rekordzahl internationaler Handbiker zum European Handbike Circuit (EHC), um ihre Leistungen in einer der bedeutendsten Rennserien Europas unter Beweis zu stellen. Bei rund 180 Teilnehmern war es von Nöten, die verschiedenen Divisionen in zwei Rennblöcken zu unterteilen. Circa 20 Nationen waren hier vertreten und es durften viele amtierende Welt- und Viceweltmeister begrüßt werden.

Um 11:00 Uhr machten sich die ersten Handbiker auf die 44 Kilometer lange Strecke durch den französischen Ort. Es starteten in zweiminütigen Abständen die Divisionen MH3, MH4, und die offene Klasse. Die Division H3 legte gleich zu Beginn ein hohes Tempo vor und eine Gruppe mit vielen Favoriten wie Torsten Purschke, Bernd Jeffré, Vico Merklein, Arkadiusz Skrzypinski und Joel Jeannot setzte sich ab. Sie fuhren Höchstgeschwindigkeiten um die 50 Stundenkilometer, wurden allerdings dennoch nach etwa zehn Kilometern von der Verfolgergruppe eingeholt, sodass eine große Gruppe aus elf Fahrern den Weg zum Ziel zusammenfuhren. Zuletzt konnte der Deutsche Torsten Purschke vom Otto Bock Team den Sieg im Fotofinish für sich entscheiden. Die wenigen Zentimeter, die zum Sieg geführt haben sprechen sehr für sein neues Handbike von Wolturnus, mit denen Otto Bock seit etwa zwei Jahren kooperiert. Zweiter wurde der Pole Arkadiusz Skrzypinski vom Team Sopur vor dem Deutschen Vico Merklein, ebenfalls vom Team Sopur. Großartige Leistungen zeigten in diesem Rennen auch andere Athleten wie zum Beispiel der Otto Bock Fahrer Patrick Gabriel, der zum ersten Mal gleich zu Beginn der Saison mit der Spitzengruppe ins Ziel kam, nur fünf Sekunden hinter dem Sieger. „Ein Mann, dem die Zukunft gehört“, sagte der Matchwinner zu den Entwicklungen des 28-jährigen. Ähnlich rasant war das Rennen der Kniebiker der MH4. In der Spitzengruppe aus fünf Fahrern setzte sich zuletzt der Belgier Wim Decleir vom Best Of Europe Handbike Team gegen den Deutschen Norbert Mosandl vom RSC Cottbus und den Holländer Jetze Plat vom Team Wolturnus durch.

Der zweite Rennblock mit den Divisionen MH2, MH1 und den Frauen startete um 13:15 Uhr. Der Italiener Vittorio Podesta war hier das Maß aller Dinge. Der Fahrer vom ZP Handcycling Team setzte sich sehr schnell ab und konnte zuletzt fast 50 Sekunden zu seinem Verfolger herausfahren. Dieser war der Deutsche Tobias Knecht vom Otto Bock Team, der sich im Sprint gegen den Fahrer vom Team Germany Max Weber aus Deutschland durchsetzen. Gute Besserung sei an der Stelle an den Fahrer des PBTSV Cottbus Stefan Bäumann gerichtet, der sich bei einer Kollision im Sprint mit der überrundeten Svetlana Moshkovitch leicht verletzte. Die MH1.1 wurde souverän vom Deutschen Andreas Kiemes gewonnen, womit ein weiterer Otto Bock Fahrer ganz oben auf dem Podest stand. Er gewann vor zwei Italienern, Fabrizio Cornegliani vom Team Pulinet Handbike und Alessandro Villa vom Team Piccoli Diavoli 3Ruo. In der Division MH1.2 gewinnt der Ire Mark Rohan vom Team Shannside vor dem Fahrer des ABSV Wien Wolfgang Schattauer aus Österreich und dem Tschechen Martin Kovar vom SK Kontakt Prague. Zwei Schweizerinnen durften sich in verschieden Divisionen der Frauen Siegerinnen des ersten EHC Rennens des Jahres nennen. Ursula Schwaller vom VCK Kerzers gewinnt die WH2 und Theres Huser vom RC Zentralschweiz die WH3. In der WH4, der Kniebikerinnen, lieferten sich die Deutschen Paralympics Größen Andrea Eskau und Dorothe Vieth ein Duell der Spitzenklasse. Hier konnte sich zulezt Andrea Eskau vom USC Magdeburg gegen die Fahrerin vom HSV Hamburg durchsetzen.

Die Siegerinnen und Sieger wurden feierlich bei der Siegerehrung begrüßt. Hier stand aufgrund von Rechenschwierigkeiten noch keine Siegerteams fest. Wie der Konkurrenzkampf zwischen dem Otto Bock Team und dem Team Germany ausgegangen ist, wird demnächst im Netz nachzulesen sein.


Siegerehrung der Division MH2

Siegerehrung der Division MH3