Presseinformation Dr. Ralf Lindschulten - Oensingen / Recherswil 2011

Heike Werner

Einzelzeitfahren: Vico Merklein gewinnt Einzelzeitfahren in der Schweiz

Zwei Rennen standen für die Handbiker am Wochenende auf dem Wettkampfkalender. Beim Handbike Europacup in Recherswil, Schweiz, hat Vico Merklein (Team Sopur/GC Nendorf) am Freitag in der Startklasse H3 das Einzelzeitfahren über 10 Kilometer in einer Zeit von 15:56:32 Minuten gewonnen. Und das, obwohl er aufgrund der hohen Geschwindigkeit in einer Kurve leicht von der Strecke abkam und einen Busch touchierte.

Sein Teamkollege Bernd Jeffré (Team Germany/GC Nendorf) fuhr nach 16:06:37 Minuten als Vierter über die Ziellinie. Seinem anfänglich zu hohem Tempo musste er am Ende Tribut zollen. „Hinsichtlich der anstehenden Rennen kann ich aber damit leben“, sagte er zufrieden.

Patrick Gabriel vom Team Otto Bock/GC Nendorf landete mit seiner Zeit von 17:26:20 Minunten auf Rang 10, während Jörg Pieper (Team Sopur/GC Nenndorf) in der Startklasse H2 nach 18:17:48 Minuten als 20. ins Ziel kam. Beiden war es nicht gelungen, sich ihre Kräfte entsprechend der anspruchsvollen Strecke einzuteilen.

Straßenrennen: Franzose nutzt Führungsarbeit von Merklein und Jeffré

Im Straßenrennen über 70 Kilometer im schweizerischen Oensingen mussten Vico Merklein und Bernd Jeffré in der Startklasse H3 nach einem spannenden Rennverlauf dem Franzosen Joel Jeannot (1:47:06,32 Stunden) den Vortritt lassen und fuhren nur knapp hinter ihm in 1:47:06,58 und 1:47.07,87 Stunden auf die Plätze zwei und drei.

In den ersten zwei Runden hatten die beiden Deutschen sich um die Führungsarbeit bemüht, wodurch sie sich zusammen mit dem Franzosen schnell von der Gruppe lösen konnten. „Ich habe mich am Ende aber ziemlich über den Franzosen geärgert, weil er sich nicht an der Tempoarbeit beteiligt hat“, sagte Merklein. Bernd Jeffré hatte das Pech, im Schlussspurt durch einen überrundeten Fahrer behindert zu werden, wodurch er abbremsen musste und wertvolle Zeit verlor. Insgesamt zeigten sich beide Handbiker aber mit ihren Leistungen aus beiden Rennen zufrieden.

Patrick Gabriel fuhr mit 1:50.44,98 Stunden auf den neunten Rang. „Ich konnte in der Verfolgergruppe sehr gut mitfahren und hatte am Berg sogar mehr Druck. Ich freue mich, dass ich erstmals dritter Deutscher geworden bin.“

In der Startklasse H2 wurde Jörg Pieper wurde mit einer Zeit von 1:55.12,36 Stunden 21. Nach drei Runden konnte er das Tempo der Gruppe nicht mehr mitgehen. „Mein Akku war einfach leer“, erklärte er. Mit seiner Zeit kann er dennoch sehr zufrieden sein, da er sich im Vergleich zu 2009 um zehn Minuten verbessert hat.