Mit dem Handbike auf
die Reeperbahn
Team SOPUR fährt beim Hamburg Marathon mit
Sunrise
Medical – Malsch, 28. April 2008 – Gestern fand der Conergy Marathon Hamburg
statt. Rund 800.000 Zuschauer säumten die Straßen, um die 20.000 Läufer
anzuspornen. 74 Handbiker und Rennrollstuhlfahrer eröffneten den Marathon. Es
war das erste HCT-Rennen zu Beginn der Saison 2008.
Fünf Athleten vom Team SOPUR fuhren ebenfalls mit, von denen schließlich drei
unter den zehn besten Sportlern waren.
Auf
der Reeperbahn – nein, nicht nachts um halb eins, wie 1954 noch Hans Albers
sang, sondern Sonntagmorgens um viertel vor neun. Dort gab Hamburgs Oberbürgermeister
Ole von Beust den Startschuss für 74 Athleten aus der Handbiker-Szene zum
Conergy Marathon Hamburg. Das sonnige Wetter und der leichte Wind waren geradezu
ideal für ein hervorragendes Rennen. Trotz des weltberühmten Startplatzes
Reeperbahn hatten die Sportler keine Zeit für diese und weitere Hamburger
Sehenswürdigkeiten, denn das Tempo war von Anfang an sehr hoch – immerhin
betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 36 km/h. Und die insgesamt 10.548
Mittelstriche auf der Straße vom Start bis ins Ziel zählte höchstwahrscheinlich
auch keiner. Vom Stadtteil St. Pauli aus ging es danach rund um die Binnenalster
und weiter an der Außenalster entlang. Das Rennen war von Anfang an auf hohem
Niveau. Immer wieder rissen einzelne Fahrer aus und fuhren zahlreiche Attacken.
Dabei gingen die Fahrer nicht immer zimperlich miteinander um. Es kam zu einigen
Unfällen, die zum Glück außer Hautabschürfungen und einer gerissenen
Zeigefingersehne glimpflich verliefen. „Wir wissen jetzt, wo die anderen
stehen und können unsere künftige Taktik darauf einstellen. Gestern haben wir
zwar für den Streckenrekord gesorgt, die Früchte ernteten leider andere.“,
meint Team-Manager Errol Marklein. Nach der klassischen Marathondistanz von
42,195 Kilometern war dann der Zieleinlauf am Heiligengeistfeld. Dort konnten
die Zuschauer noch einmal erleben, wie die Handbiker ihre letzten Reserven
mobilisierten. Sieger wurde der Belgier Wim Decleir mit einer Zeit von 1:09:18.
Vico Merklein vom Team SOPUR kam als Dritter ins Ziel mit 1:09:20, auf den Plätzen
acht und neun landeten seine Teamkollegen Edward Maalouf und Dr. Thomas Lange.
Aber auch andere Sportler aus dem badischen Team hatten allen Grund zur Freude:
„Ich verbesserte heute meine persönliche Marathon-Bestzeit um sieben Minuten.
Das habe ich auch meinem Team-Kollegen Uwe Hermann zu verdanken, der während
des gesamten Rennens mein taktischer Partner war“, freut sich Torben Bröer.
Und der Drittplatzierte Vico Merklein ergänzt: „ Hamburg ist neben Berlin
einfach super. Streckenniveau, Zuschauer, Organisation, hier passt alles
hervorragend.“