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Die Schweizerin Manuela Schär benötigte lediglich 1:36:53 Stunden für ihre Siegesfahrt beim BMW BERLIN-MARATHON 2018 und stellte damit einen neuen Rennrollstuhl-Weltrekord auf. Das Rennen der Herren entschied überraschend der Kanadier Brent Lakatos für sich. Bei den Handbikern siegten die Niederländerin Jennette Jansen sowie Vico Merklein aus Deutschland.

„Ich habe von Anfang an gewusst, dass auf der schnellen Strecke in Berlin sehr viel möglich ist, auch wenn der Rekord nicht mein primäres Ziel war. Vor allem wollte ich gewinnen und bin das Rennen dementsprechend schnell angegangen“, erklärte Manuela Schär nach dem Rennen. Bis Kilometer 25 war sie mit Susannah Scaroni (USA) gemeinsam an der Spitze des Feldes, diese konnte das hohe Tempo dann allerdings nicht mehr halten. Manuela Schär erreichte das Ziel nach 1:36:53 Stunden im Alleingang und verbesserte damit ihren eigenen Weltrekord von 2013 (JPN/Oita: 1:38:07 h.) deutlich. Scaroni (1:41:44 h.) kam auf Rang zwei in Ziel, auf Rang drei die Schweizerin Sandra Graf (1:42:55 h.).

Das Feld der Männer blieb über weite Teile des Rennens eng zusammen. „Es war ein sehr strategisches Rennen, immer wieder gab es Sprints ohne dass sich ein Fahrer erfolgreich absetzen konnte“, kommentierte der Zweitplatzierte Marcel Hug aus der Schweiz das Rennen. Etwa 900 Meter vor dem Ziel stellte dann Brent Lakatos seine hervorragenden Sprintqualitäten unter Beweis. Er setzte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zum finalen Zielsprint an und konnte seine Konkurrenz im Ziel mit drei Sekunden deutlich auf Abstand halten (1:29:41 h.). „Ich habe mir in den vergangenen Wochen viele Videos der vergangenen Rennen in Berlin angeschaut und genau analysiert, wo ich lossprinten muss“, veranschaulichte Lakatos seine Vorbereitung. Nach Marcel Hug (1:29:44 h.) auf Rang zwei erreichte der Brite Johnboy Smith (1:29:44 h.) als Dritter das Ziel. Renn-Rollstuhllegende Heinz Frei(60), 20-facher Sieger des BMW BERLIN-MARATHON, kam ebenfalls mit der Spitzengruppe ins Ziel und beendete das Rennen auf Platz sieben (1:29:50 h.).

Taktisch geprägtes Rennen bei den Handbikern

„Wir waren heute mit einem sehr starken Team hier am Start. Unser Ziel war, alle Podiumsplätze mit einem Fahrer von Sunrise Medical zu besetzen“, so Vico Merklein nach dem Rennen: „Damit haben wir auch nicht an einem neuen Streckenrekord gearbeitet.“ Bis Kilometer 30 blieb das gesamte Starterfeld dicht zusammen. Dann sorgte Konkurrent Michael Jorgensen (DEN) für eine deutliche Tempoerhöhung, der aus dem Team Sunrise nur Merklein und Josef Fritsch (FRA) folgen konnten. Im finalen Zielsprint sicherten sich Merklein (1:04:56 h.) und Fritsch (1:04:57 h.) die Plätze eins und zwei, Jorgensen (1:05:01 h.) wurde Dritter. Bei den Frauen wurde Jennette Jansen ihrer Favoritenrolle gerecht. Die zweifache Weltmeisterin auf der Straße in 2018 distanzierte die Konkurrenz deutlich (1:17:36 h.) und kam rund zwei Minuten vor der zweitplatzierten Sandra Stöckli (SUI/1:19:37 h.) ins Ziel. Auf Rang drei gelangte Katrin Möller (GER/1:19:43 h.) ins Ziel.

Ergebnisse Rennstuhlfahrer

Frauen:

Schär, Manuela (SUI) 1:36:53 Stunden
Scaroni, Susannah (USA) 1:41:44
Graf, Sandra (SUI) 1:42:55
Männer:

Lakatos, Brent (CAN) 1:29:41 Stunden
Hug, Marcel (SUI) 1:29:44
Smith, Johnboy (GBR) 1:29:44

Ergebnisse Handbiker

Frauen:

Jansen, Jennette (NED) 1:17:36 Stunden
Stöckli, Sandra (SUI) 1:19:37
Möller, Katrin (GER) 1:19:43
Männer:

Merklein, Vico (GER) 1:04:56 Stunden
Fritsch, Joseph (FRA) 1:04:57
Jorgensen, Michael (DEN) 1:05:01

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