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Handbike · Muskelaufbau

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Muskelaufbau

Autor: Stefan Lange

Nach vielen Anfragen „was macht mich schneller…“ oder“ welche Zusätze sind nötig um schneller zu werden“ hier noch einmal eine kleine Lektüre, die erklären soll welche Chemischen Prozesse in unserem Körper ablaufen, und das dieses Zusammenspiel auf der Ebene Hochleistungssport ein schmaler Grat ist. Und auch das ist richtig, nicht jeder Körper ist für Hochleistungssport gemacht. Aber wenn wir uns dort bewegen, ist es nur ein kleiner Teil von Personen bei denen es wirklich alles zusammen passt.
Für uns alle gilt: machen wir doch Sport und finden unsere Grenzen auf natürliche Art und Weise. Lasst uns Spaß haben an der Bewegung und dem miteinander.


1. Begriffe

Leistung

In der Physik ist die Leistungen P vereinfacht definiert als: P = W / t , also als Arbeit W pro Zeiteinheit t.
Die oben eingehende Arbeit wird wiederum erbracht durch die wirkende Kraft entlang einer
Wegstrecke: W = F* t

Leistungstyp

Zwei im Sinne der Leistungsdefinition gegenläufige Leistungstypen können unterschieden werden:

Leistungsbereitschaft

Die subjektive Leistungsbereitschaft ist Ausdruck des Füllzustandes der Speicher der für den jeweiligen Leistungstyp relevanten Schlüsselstoffe. Sie ist am Anfang der Regenerationsphase am Tiefpunkt. Die Dauer der Regeneration hängt ab von der Anwendung regenerationsfördernder Maßnahmen (Ernährungsverhalten, Bewegung, Ruhe, …). Die Regenerationsphase endet mit der Superkompensation, d. h. in dem Zeitraum, in dem die Stoffspeicher über das ursprüngliche Maß aufgefüllt sind.

Leistungssteigerung

Leistungssteigerung erfolgt dann, wenn die Speicherkapazität an Schlüsselstoffen bezogen auf einem Ausgangswert zugenommen hat. Im Zuge dessen vergrößert sich ebenfalls die Leistungsfähigkeit der „verarbeitenden Organe“ (Herz, Muskeln, Leber, …), wobei bei entsprechender Skalierung „Personalunion“ besteht.


2. Faktoren

Die muskuläre Leistungsfähigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Aktueller Zustand
  1. Speicherkapazität
  2. Versorgungsstatus
pH-Wert

einige Kationen werden in Verbindungen aufgenommen, die im Stoffwechsel basische Wirkung entfalten

pH-Puffer:

3. Stoffaustausch

Gasaustausch:
CO2-Lösung:

4. Stoffumsatz

Katabolismus:

5. Beobachtungen

niedriger pH-Wert
hoher pH-Wert (Nachlieferung von Kationen, z. B. nach Nahrungsaufnahme, in Ruhe- / Regenerationsphase)
Zusammenhänge
pH-Senkung durch Stoffwechselarbeit

Liegt der pH-Wert über 6,4, läuft die Reaktion nach links ab:

Es spaltet sich ein Proton ab, der pH-Wert sinkt.

Ist CaCO3 verfügbar (Knochen, Nahrung) und der pH-Wert sinkt unter 6,4, wird dieses gelöst. Der pH-Wert steigt dadurch wieder, indem zwei Protonen und ein CO2 aufgenommen werden. Es entsteht Calciumbikarbonat:

Calcium wirkt hier als Puffer, indem bei pH-Senkung durch CO2-Eingasung unterhalb pH 6,4 gelöst wird, bei Erhöhung des pH-Werts über 10,4 dagegen CaCO3 ausfällt.

Bedeutung von Calcium

Aus o.g. Reaktionen folgt, dass die Menge an verfügbarem CaCO3 (oder Calcium in anderer löslicher Form) verantwortlich ist für die Menge CO2, die ins Blut aufgenommen werden kann.

Da im Blut die ~17-fache Menge Na+, wie Ca2+ (Ladungsäquivalente) gelöst ist, kann Na+ wie folgt an der CO2-Regulation beteiligt sein:

Beschreibung:

CO2-Zufuhr führt zur Freisetzung von Calcium (Knochen)


6. Muskuläre Leistungsbereitschaft

Steigerung

pH-Senkung durch Muskelarbeit (bei ausreichendem Nährstoffvorrat)

pH-Senkung durch Nahrungsaufnahme

Abnahme

pH-Erhöhung durch Nahrungsaufnahme (vorausgesetzt, es liegt kein Mangel an Nahrungsbestandteilen vor)

Reduzierte Hämoglobinwerte, mit oder ohne Reduktion der Zahl von, roten Blutkörperchen führen zu den Symptomen einer Anämie(Sauerstoff-Transportkapazität des Blutes vermindert). Es gibt viele Ursachen für eine Anämie, wobei Eisenmangel der häufigste Grund in der westlichen Welt sein dürfte. Durch Eisenmangel wird die Häm-Synthese gehemmt. Als Folge sind die roten Blutkörperchen ohne die rote Farbe und kleiner als normal.