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- Matthias Methner -

Windschattenfahren, Ausreißversuche, Positionskämpfe, Team-Order: die Topathleten der Rollstuhlsportszene unterscheiden sich in keinster Weise von den Spitzenfahrern der Radsportszene. Es wird gekmpft, taktiert, geblufft und gesprintet. Neben den Spitzenfahrern aus aller Welt kämpfen auch in diesem Jahr wieder drei deutsche Teams um den Sieg beim 11. Heidelberger Rollstuhlmarathon (Sonntag, 9. Oktober 2011, 11 Uhr).

An der Startlinie in der Heidelberger Uferstraße (Stadtteil Neuenheim, Neckarwiese) stehen dann unter anderem die Fahrer des Team des Hauptsponsors "sopur" (Malsch), die Fahrer von "Otto-Bock" (Duderstadt) und die Athleten vom Team "rehability" (Weinheim).

In Farben ausgedrückt könnte man sagen: Orange (sopur) kämpft gegen die Männer in blau-gelb (Otto Bock)! Und streiten sich diese zwei, freuen sich am Ende vielleicht die Fahrer in schwarz-rot (rehability). Obwohl: "Wir sind gerade dabei, ein neues Team aufzubauen und in diesem Jahr sicherlich noch nicht soweit, den Sieger des Heidelberger Rollstuhlmarathons zu stellen", sagt der Teamchef von "rehability" Thomas Weinsheimer. "Der Rollimarathon 2011 soll Wegweiser für die kommenden Jahre sein - dann wollen wir angreifen", kündigt Weinsheimer mit hoffnungsvollem Blick an. Taktik oder Realität?

Auch das Team von "sopur" möchte sich vor dem Rennen nicht in die Karten schauen lassen. "Wir werden im Vorfeld nicht allzu viel verraten, wer bei uns wie gut in Schuss ist und welche Taktik wir fahren werden", sagt sopur-Rennleiter Errol Marklein und grinst, "schließlich hört der "Feind" mit". Der sportliche "Feind", das ist vor allen Dingen das Team von Otto Bock. Mit Tobias Knecht (Heidelberg-Sieger 2007) und Torsten Purschke (Platz 3 beim Rennen 2009) haben die Männer in blau-gelb in ihren jeweiligen Rennklassen zwei erfahrene Athleten im Team. Wobei Letzterer etwas auf die Euphorie-Bremse tritt: "Ich denke, ich habe meinen Zenit überschritten", sagt Purschke selbstzufrieden und gelassen, "ich kann Führungsarbeit leisten und meine Erfahrung mit ins Rennen bringen, aber für den Sieg wird es wohl nicht mehr reichen". Vielmehr verweist der 45jährige auf seinen jüngeren Mannschaftskollegen Patrick Gabriel: "Vielleicht ist ihm eine Überraschung zuzutrauen, schau 'mer mal".

Keine Überraschung wäre dagegen ein Sieg von Vico Merklein. Der 34jährige "sopur"-Fahrer hatte beim 10. Heidelberger Rollstuhlmarathon im Jahr 2009 einen neuen Weltrekord aufgestellt (1:00:03,35 Std.) und gehört auch in diesem Jahr ganz sicher zu den Topfavoriten in seiner Klasse.

Die Vorbereitung auf den Heidelberger Rollstuhlmarathon ist vorbei, jetzt zählt das Ergebnis. "Jeder hat individuell für das Rennen trainiert, jeder weiß was er kann und wie fit er ist", sagt Errol Marklein. Jeder weiß aber auch, dass der Gegner im Windschatten Kraft sparen wird, dass ein unüberlegtes Überholmanöver in einem Unfall enden kann, dass das andere Team vielleicht noch einen taktischen Joker im Trikot-Ärmel hat oder dass einem selbst in der Endphase des Rennens die Kräfte verlassen können. Auch beim Internationalen Rollstuhlmarathon zwischen Heidelberg und Neckargemünd gilt: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Und so wird erst nach gut einer Stunde und 46 gefahrenen Kilometern klar sein, welches Team am Ende auf das Siegertreppchen fahren wird und welcher Fahrer die beste Taktik und die meisten Kraftreserven hatte. Eines steht dagegen schon vor der 11. Ausgabe des traditionsreichen Rennens am Neckar fest: Farbenfroh werden die rasanten Kämpfe um Platz eins auf jeden Fall: Orange, blau-gelb und schwarz-rot!

Mehr Infos unter rollstuhlmarathon.de

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