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Sunrise Medical – Malsch, 30. Juni 2008 – Im Februar waren die Rollstuhlsportler vom Team SOPUR zu Gast im arabischen Al Ain. Jetzt kamen zwei Rollstuhlfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten fast 5.000 Kilometer angereist zum Gegenbesuch bei den neuen Sportfreunden in der Metropolregion. Bei Sunrise Medical in Malsch waren sie sieben Wochen lang zu Besuch. Im Rhein-Neckar-Raum konnten die beiden arabischen Rollstuhlathleten nicht nur regelmäßig trainieren. Sie lernten auch Land, Leute und Gebräuche besser kennen.

Team SopurSunrise Medical GmbH hatte die beiden Emiratis Ali Al Saadi und Saeed Al Mazroei zu einem Gegenbesuch ins badische Malsch eingeladen. Die beiden arabischen Rollstuhlathleten konnten von den Erfahrungen des firmeneigenen Teams SOPUR profitieren. Für sie war es ein Trainingslager der besonderen Art, denn beide wussten nicht genau, was sie erwarten würde. „Wir waren wirklich erstaunt, dass hier für uns alles so problemlos ablief. Die Leute sind sehr nett, es gab sogar eine Moschee in der Nähe und wir bekamen auch islamisches Essen“, berichtet Ali Al Saadi. „Am schönsten waren natürlich die Abende mit unseren neuen Freunden hier. Was Gastfreundschaft angeht, die Menschen hier könnten glatt Araber sein“, erzählt Al Saadi und lacht.

 

Sport verbindet

Mannheim, Holzkirchen und Stuttgart, Luxemburg und Italien – während ihres Aufenthalts im Rhein-Neckar-Raum fuhren Ali Al Saadi und Saeed Al Mazroei bei einigen bekannten Handbike-Marathons mit und konnten von Rennen zu Rennen ihre Technik sowie die gefahrenen Zeiten verbessern. Dafür hatten sie ja auch ausgiebig zusammen mit dem Team trainiert. „Unser firmeneigenes Team gilt seit seiner Gründung 1987 als Vorreiter in Sachen Handbike-Sport. In Al Ain haben wir festgestellt, dass viele Menschen mit Behinderung uns fast schon bestaunten. Deshalb wollten wir unsere reichhaltigen Erfahrungen an arabische Sportler weitergeben“, sagt Errol Marklein, Manager des Teams SOPUR und Consumer Communications bei Sunrise Medical. Für die beiden Araber standen Taktik, Technik und allerlei Nützliches rund ums Handbike auf dem Programm. „Wir haben fünfmal pro Woche gemeinsam mit dem Team trainiert. Jedes Mal fuhren wir eine andere Strecke, sodass wir viel von der schönen Gegend hier sehen konnten. Wir waren sogar ein paar Mal auf dem Hockenheimring, den kennt man auch bei uns“, erzählt begeistert Ali Al Saadi. Und sein Freund Saaed Al Mazroei ergänzt: „Es ist schon ungewöhnlich, auf den Straßen hier mit dem Handbike zu fahren. Bei uns zuhause geht das nur mit Polizeieskorte wegen des Verkehrs. Ich fand es auch schön, dass hier jeder Sportler dem anderen hilft.“ Mit einer Fülle an gewonnenen Erfahrungen reisen sie zurück in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dazu gehören nicht nur die Erfahrungen aus den europäischen Rennen. Beide waren beispielsweise auch zu Besuch in der Sporthochschule Köln, wo sie verschiedene Leistungstests mitmachen konnten. Bleibt zu hoffen, dass die beiden Rollstuhlsportler zuhause ihre Begeisterung weitergeben werden. Ein Wiedersehen in Al Ain mit dem Team SOPUR ist für 2009 bereits geplant.

 

Den Menschen eine Hilfe sein

Ali Al Saadi und Saeed Al Mazroei informierten sich umfassend Sunrise Medical GmbH aus Malsch will mit seinen Produkten Menschen mit Behinderung das Leben erleichtern. Vor allem im Sportbereich setzt das Unternehmen mit seinen Produkten der Marke SOPUR seit vielen Jahren internationale Maßstäbe. Neben Sport stand deshalb für die Gäste aus den Emiraten auch Produktschulung auf dem Programm. Wir möchten unser Engagement in der Golfregion ausbauen. Da ist es wichtig, jemanden wie Ali zuhaben, der selbst betroffen ist und weiß, wie er die Menschen am besten beraten und ihnen helfen kann. Er hat sehr viel technisches Verständnis und bringt auch eigene Sporterfahrungen mit“, sagt Errol Marklein. „Alle unsere Sportprodukte werden von Benutzern für Benutzer konzipiert und entwickelt. Ali kann bei sich zuhause den Menschen mit Behinderung viel beibringen und sie für den Handbike-Sport begeistern“, meint Marklein. Vom Marktspezialisten Winfried Sigg erfuhr Al Saadi alles Wissenswerte zum Thema Aktivrollstühle und Anpassungen – und vor allem über das Handbike-Sportgerät „Shark“. „Wir sind sicher, Ali wird die Fülle an Informationen, die er mit nach Hause nimmt, richtig einsetzen. Und wer weiß, vielleicht treten wir im nächsten Jahr schon gegen eine eigene Handbike-Mannschaft aus den Emiraten an“, sagt Marklein abschließend.
 
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