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- Dr. Reiner Pilz -
Beim 38. BMW BERLIN-MARATHON blicken die Rollstuhlfahrer auf ein rundes Jubiläum. Es ist der 30. in Berlin, an dem Sportler in Rollstühlen mit dabei sind. 1981 starteten die Marathonis vom Reichstag erstmals durch die Westberliner Innenstadt auf Asphalt, und der war radtauglich. Mehr als eine Generation von Rollstuhlsportlern gehört nun schon zum Bild dieses großen Traditionslaufes, der sich zu den Big Five der Welt entwickelte. Und glänzende sportliche Erfolge konnten gefeiert werden. 1994 wurden die Weltmeisterschaften der Behindertensportler innerhalb des Berlin-Marathons ausgetragen, nicht weniger als 9 Weltbestzeiten wurden hier über die Jahre erzielt.
Auch in diesem Jahr wieder Prominenz am Start – ebenso wie bei den Läuferinnen und Läufern mit den Weltrekordinhabern - aus der Schweiz, Sandra Graf (RF2) und Heinz Frei (R1), der mit seinen insgesamt 19 Siegen in Berlin hier der bekannteste Rollstuhlathlet sein dürfte.
Nach dem Desaster der Regenschlacht im Vorjahr und der eindrucksvollen Rehabilitation zwei Wochen später in Chicago mit neuem Streckenrekord, ist Heinz Frei auch in diesem Jahr der Favorit. Schärfste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land durch Marcel Hug (R2), der im Herbst den 30. International Wheelchair Oita Marathon gewinnen konnte, Frei nur den 5. Platz belegte. Anders in London 2011 mit Frei auf Platz 2, nur der Brite Weir, der eigentlich aus dem Sprinterlager kommt, war im Spurt schneller, Hug über 5 Minuten später 11. So wird letztlich die Tagesform über den Ausgang des 38. BMW BERLIN-MARATHON entscheiden. Leider wird Frei’s schärfster Konkurrent der letzten Jahre und Sieger in Berlin 2010, Masazumi Soejima (JPN), in diesem Jahr fehlen. Qualifikationsrennen in Japan für die Paralympics 2012 in London stehen an, das hat Priorität, und möglicherweise ist Fukushima nicht ganz außen vor. Zurück im Berliner Starterfeld ist Sergey Shilov (R3, RUS), dessen Leistungsvermögen gegenwärtig schwer einzuschätzen ist, ebenso wie das seiner Landsleute Ivan Goncharov (R5) und Alexey Bychenok (R6).
Bei den Damen treffen auch diesmal die Inhaberin der aktuellen Weltbestzeit, Sandra Graf (SUI), und die Siegerin des Vorjahres, die Japanerin Wakako Tsuchida aufeinander. Nur eine Sekunde trennte die beiden Kontrahentinnen im Ziel. Gewürzt wird die Konkurrenz zusätzlich durch die Schweizerin Edith Hunkeler (RF3) mit ihren 4 Siegen in Berlin (1998, 2001-02-05) und die Exweltrekordlerin aus Italien, Francesca Porcellato (RF10). Die Japanerin Kazumi Nakayama (RF4) rangiert im Bereich von knapp 2 h und dürfte in die vorderen Ränge kaum eingreifen. Svetlana Yaroshevich (RF8, RUS) ist ebenso wie ihre männlichen Landsleute nicht einschätzbar.
In der Funktionsklasse T 52 ist Rob Smith (R201) aus Großbritannien als Sieger der vorjährigen Regenschlacht favorisiert, vor dem Schweden Christer Bülow (203) und dem Berliner Marko Wehr (204) vom SCC.
Erfreulich die kleine Startergruppe der T51 Fahrer, die auf der klassischen Distanz des Marathon im internationalen Wettkampfgeschehen wie Weltmeisterschaften und Paralympics nicht mehr starten – aus „logistischen Gründen“, wie es offiziell heißt. Dadurch bricht eine Sportart für eine Gruppe Behindertensportler weg, die in den 90er Jahren sehr attraktive Wettkämpfe bot. Einziger Starter sogar beim 30. Oita-Marathon 2010 der Saarbrücker Stefan Strobel (R301) in einer beachtlichen Zeit von 2:32 h. Auch in Berlin ist er wieder am Start und Favorit vor Richard Duray (R302, NDL) und George Gallego (303) aus den USA.
So dürfen wir beim 38. BMW BERLIN-MARATHON zum 30. Mal in allen Klassen auf interessante Auseinandersetzungen auf dem Berliner Pflaster gespannt sein.
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