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li.Mirco Vaupel  re.Jan Philipp Ohm„Citius, altius, fortius“ ist das Motto der Olympischen Spiele und für viele Sportler ist eine Teilnahme diese der größte Traum. Für den Rendsburger Jan Philipp Ohm ist es nur eine dünne Linie zwischen Traum und Wunsch. Der 17-jährige stieg im vergangen Jahr zum ersten Mal ins Handbike und erzielte bereits große Erfolge. Während er sich letztes Jahr noch an den Junioren orientierte, orientiert er sich in diesem Jahr bereits an den Erwachsenen und etabliert sich langsam zu den großen Sportlern Rendsburgs.

Mit seinem schwarzen Sportkombi fährt der Nachwuchsathlet vor den Eingang des Kronwerk Gymnasiums. Der Wagen wurde auf Handsteuerung umgebaut, denn der Jugendliche sitzt seit Kindestagen im Rollstuhl. Natürlich ist er nur Beifahrer, denn auch Rollstuhlfahrer dürfen erst mit 18 Jahren Auto fahren. Jan Philipp Ohm hat sich in seiner Jugend bereits in einigen Sportarten versucht, nicht unbedingt erfolglos. Er erzielte zum Beispiel nennenswerte Erfolge beim Sportbogenschießen und spielte Rollstuhlbasketball in Kiel. Zuletzt erkannte er sein Interesse im Radsport und fing an mit einem Adaptiv- oder Vorspannbike zu fahren. Im Mai letzten Jahres erhielt er sein erstes Handbike vom amtierenden deutschen Meister im Handbike Bernd Jeffré aus der Nähe Kiels. Er fing an zu trainieren und hat bereits nach drei Wochen seine Ambitionen gezeigt. Unerwartet wurde er deutscher Meister in seiner Altersklasse. Seit dem fuhr er mit seinem Coach, Fahrer und Freund Mirco Vaupel quer durch Deutschland zu den großen Handbike Veranstaltungen. „Ein herausragendes Erlebnis war das Europa Rennen in Louny in Tschechien“, meint Jan Philipp, der bescheiden über seine Erfolge spricht. Der Einstieg in eines der größten Teams im Handbike Sport, das Otto Bock Team, legte den Grundstein für eine viel versprechende Zukunft für das Nachwuchstalent.

Jan Philipp wird nun auf den professionellen Handbike Sport vorbereitet. Bei seinen sportlichen Leistungstests in der Sporthochschule in Köln liest er über einer elektrischen Tafel den Aufkleber „Schmerz: Schwäche, die den Körper verlässt“. Nicht ganz so extrem, aber dennoch ehrgeizig liegt er 15 Stunden in der Woche in seinem Handbike und trainiert auf sein größtes Ziel hin. „Zwar nicht 2012 in London, aber du hast das Potential dazu“, sagte ihm der Leiter der Station der Sportuniversität Thomas Abel. Im Team Otto Bock wäre er dann nicht der erste Teilnehmer an paralympischen Spielen. Sein nächstes Ziel ist der Gewinn der deutschen U-19 Meisterschaften. In zwei Disziplinen will er Anfang Juli in Elzach, Baden-Württemberg, ganz oben auf dem Treppchen stehen. „Nur das Doppel zählt“, ist er sich mit seinem Coach einig. 

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